×
Käuferschutz mit Geld-zurück-Garantie   |  Frei Haus ab 125 EUR
Mo - Fr: 10-18 Uhr; Sa: 10-14 Uhr | +49 (0) 201 - 55 00 24
Versandinformationen werden geladen ..

Die Traube Corvina ist ein hochwertiger Bestandteil vieler exzellenter Cuvées. Man findet sie vor allem in den Weinen, die in der Region um Verona hergestellt werden.
Mehr erfahren >>

  1. 1
  2. 2
  3. 3

In aufsteigender Reihenfolge
FILTER

Ihre Filter

  1. Diesen Artikel entfernenRebsorten: Corvina
Erzeugnis aus
Rebsorten
Geschmack
  1. 1
  2. 2
  3. 3

In aufsteigender Reihenfolge
Anbau der Corvina

Ratgeber: Corvina

Kennen Sie den berühmten, italienischen DOC Wein aus Venetien wie zum Beispiel Valpolicella oder Bardolino? Dann kennen Sie auch den Liebling Venetos – die edle, rote Rebsorte Corvina. Sie überzeugt mit einem dominierenden Anteil in den erfolgreichen Cuvées aus der Talebene um Verona herum. Daher heißt sie auch Corvina Veronese. Die Winzer nennen sie auch liebevoll Königin der Veroneser Reben.

Eine hochwertige Rebsorte für hervorragende Cuvées und edle Süßweine

Als Solist tritt der Rotwein dagegen eher selten auf. Der tiefrote Wein ist zwar körperreich mit viel Frucht, hat aber nur leichte Säure und weiche Tannine. Nur selten entsteht so ein harmonischer Wein , der auch sortenrein überzeugen kann. Daher ist diese autochthone Rebsorte Italiens relativ unbekannt. Ein weiterer Grund ist, dass Weingüter außerhalb des Venetos sie kaum anbauen. Dabei ist sie ein Hauptbestandteil vieler Rotweine Italiens von guter bis zu hervorragender Qualität.


Die Rebsorte ist nur qualitativ hochwertig, wenn sie nicht sehr ertragreich wächst. Das dürfte eines der Argumente sein, warum die Winzer anderer Länder ihr kaum Beachtung schenken. Zudem ist sie erst sehr spät reif. Dafür ist sie weitestgehend frostresistent, benötigt aber Feuchtigkeit. Falscher Mehltau reduziert die Lese drastisch. In den Provinzen Verona und Brescia dagegen erfreut sich Corvina großer Beliebtheit.

Dazu mussten die Winzer allerdings erst umdenken. Früher bauten sie die wuchsstarke Rebsorte auf hohe Erträge aus. Dabei liefert sie aber nur eine mittelmäßige Qualität. Seit die Weingüter den Ertrag gesenkt haben, hat sich die Qualität des roten Corvinas deutlich erhöht. Aus den italienischen Alltagsweinen von einst wurden so Rotweine von guter bis hervorragender Qualität.

Geschichte und Merkmale der Rebsorte Corvina

Die autochthone Rebsorte hat ihre Heimat in der Weinbauregion Venetien. Aber auch in der Lombardei ist sie zu finden. Dennoch gibt es über ihre Herkunft nur wenige Informationen. 1627 erscheint die Corvina erstmals in einer Liste der Rebsorten um Verona herum. Der Ampelograf Alessandro Peccana dokumentierte die Corvina als Erster. Im 19. Jahrhundert erwähnen verschiedene Dokumente die Rebsorte im Gebiet des Valpolicellas.

Der Ursprung des Namens ist nicht ganz eindeutig. Er könnte als Dialekt von Cruina hergeleitet sein. Begründet wird dies mit der späten Reifung, denn „crua“ heißt auf Latein „unreif“. Eine andere Erklärung kommt vom lateinischen Wort „corvus“, das „Rabe“ bedeutet. Die Beeren sind beinahe schwarz und glänzend wie das Gefieder des Vogels. Aufgrund der Namensähnlichkeit wurde lange vermutet, dass die Corvinone Veronese eine nahe Verwandte der Corvina Veronese sei. Beide wachsen in Venetien und sind autochthone Sorten. DNA-Tests konnten dies jedoch nicht bestätigen.

Das Appassimento-Verfahren: getrocknete Corvina in DOCG Edelweinen

Die Beeren der Corvina spielen auch in den grandiosen DOCG-Weinen Amarone della Valpolicella und Recioto della Valpolicella eine große Rolle. Ihre geringe Säure und späte Ernte machen sie so beliebt für das Appassimento-Verfahren. Dafür trocknen die Winzer die reifen Trauben schonend auf Strohmatten oder anderen Gestellen in der Sonne und auf Dachböden. Moderne Weingüter verwenden inzwischen klimatisierte Trocknungsräume. Nach einigen Wochen bis Monate sind die Trauben beinahe trocken und voller Restsüße. Die Weinbauern verkeltern sie dann für den Amarone della Valpolicella DOCG oder zum Recioto della Valpolicella. Je länger die Weine dann in Eichenfässern lagern, desto edler werden sie. Der trockene Amarone aus der Region Valpolicella begeistert Weinkenner weltweit. Er überzeugt mit intensiver Frucht und Geschmack nach monatelanger Trocknung. Reift er noch drei Jahre in slowenischen Eichenfässern, entsteht ein besonders edler Tropfen.

Das Weingut Fratelli Tedeschi aus Pedemonte di Valpolicella in Italien wendet diese Methode an. Seit vier Jahrhunderten ist die Familie Tedeschi im Weingeschäft tätig. Sie kennt ihr Terroir genau und schuf bereits in den 1960er Jahren die ersten Spitzenweine unter der Leitung von Lorenzo Tedeschi. Heute kreieren seine Kinder Antonietta, Sabrina und Riccardo mit gleicher Leidenschaft hervorragende Rotweine. Dazu gehört auch der Valpolicella oder Valpolicella Superiore. Für ihn verschneiden sie den Corvina Veronese nicht nur mit Rondinella, sondern auch mit anderen autochthonen Rebsorten wie Corvinone oder Oseleta. Ihr dunkler, rubinroter Wein mit einem ganz eigenen, leicht bitteren und dennoch samtigen Charakter. Seine Struktur ist ausgewogen, der Geschmack vom Barriqueausbau angenehm würzig. Das Bouquet beeindruckt mit einem Duft nach Waldbeeren und Kirschen sowie Vanille und Blumen. Im Abgang ist der Rotwein lang anhaltend.

Recioto de Valpolicella behält seine Restsüße und Fruchtigkeit, da die Winzer die mindestens 120 Tage angetrockneten Trauben nicht ganz vergären. So entsteht ein lieblicher bis süßer und dennoch samtiger Wein. Die Weingüter bauen auch den Recioto im Barrique aus. Riposato entsteht, wenn die Winzer rund zwei Monate angetrocknete Trauben mit frischen Trauben mischen. Dieser Rotweine ist leichter als Amarone oder Recioto. Dabei vereint der trockene Riposato den typischen, fruchtig-würzigen Geschmack der Weine Venetiens mit Geschmeidigkeit.

Die beliebtesten Verschnittpartner zur Corvina Veronese

Beliebte Verschnittpartner sind die Rebsorten Rondinella und Molinara. Rondinella stammt erwiesener Maßen aus einer Kreuzung der Corvina mit einer bisher unbekannten Sorte. Rondinella bringt Farbe und Säure sowie ein leichtes Kirscharoma in die Rotweine Venetiens. Dabei ist die Sorte spät reifend und sehr ertragreich. Besonders edle Weine aus Corvina und Rondinella produziert das Weingut Cà de Frati aus Lugano. Das traditionsreiche Familienunternehmen wird heute von den Geschwistern Igino, Gian Franco und Anna Maria geführt, die im Jahr 2012 das Weingut von ihrem Vater Pietro Dal Cero übernahmen. Elegant mit geschliffenen Tanninen und intensivem, fruchtigen Geschmack ist ihr edler Amarone, der seines Gleichen sucht. Diese üppigen und opulenten Weine haben ein lang anhaltendes und finessenreiches Finale.

Ernte der Corvina
Die ertragreiche Molinara bauen hauptsächlich die Weingüter am Gardasee und um Verona herum aus, aber auch in der angrenzenden Lombardei gibt es kleinere Weinbaugebiete. Sie ist ein idealer Verschnittpartner für die Corvina, da sie ebenfalls sehr spät reift. Molinara sorgt bei mittlerem Alkoholgehalt für ein angenehmes Bouquet in den Cuvées. Kräftiger Cabernet Sauvignon und Corvina Veronese vertragen sich ebenfalls gut. Ob als Rotwein oder Riposato, es entsteht ein dichter Wein mit angenehmer Würze und sanften Tönen von Schokolade.

Genießen Sie Valpolicella oder Bardolino zu rotem Fleisch und mediterranen Speisen. Amarone oder Recioto überzeugen zu Desserts, aber vor allem auch solo. Kaufen Sie Ihre Corvina Weine jetzt ganz einfach online bei Weinzeche.de.