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Riondo

Pink Frizzante Rosato

Herkunft Italien, Venetien
Glera Prosecco, Raboso
Eigenschaften Rosé & fruchtig Schaumweine
Bewertung 89 Weinzeche Punkte

8,99 €

0,75 l (11,99 €/l), Artikel-Nr.: 18331
Enthält Sulfite | Preis inkl. MwSt. • zzgl. Versand
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Raboso hat seinen Ursprung vermutlich bereits im 17. Jahrhundert in der Region Veneto und Nordostitalien um den Fluss Raboso, der ein Nebenfluss des Piave ist. Im Piave-Tal werden bis heute überwiegend Raboso Piave zusammen mit Raboso Veronese angebaut, im DOC-Gebiet Colli Euganei dagegen ist nur Raboso Veronese beheimatet. Weitere DOC-Anbauregionen sind Padua, Treviso, Vicenza und Venedig. Zudem werden Raboso-Reben auch in Argentinien angebaut.
Langjährig bekannt ist die Raboso-Traube auch unter ihrem Synonym Friularo, was sich vom italienischen Wort freddo (=kalt) ableitet und auf den sehr späten Lesezeitpunkt der meist überreifen Trauben hindeutet. Zur Raboso-Familie gehört auch eine weiße Traube, die in der Weinbereitung indes keine Rolle mehr spielt. Raboso diente jahrelang in erster Linie als Verschnittpartner für bekanntere Weine aus der Toskana, wie z. B. Chianti.
Raboso zählt zu den spät austreibenden und sehr spätreifenden Rebsorten. Die mittelgroße, konus- bis walzenförmige Traube ist dicht mit mittelgroßen, rundlichen Beeren besetzt, die eine violett-blaue bis blauschwarze Farbe und eine dickschalige Beerenhaut haben. Der Geschmack des Beerensaftes ist herb und sauer.
Raboso-Weine sind rubinrot bis tiefdunkel in der Farbe. Sie besitzen wenig Alkohol und sind reich an Gerbstoffen und Säure. Aufgrund des hohen Tannin-Gehalts sollten Raboso-Weine längere Zeit im Holzfass ausgebaut werden, damit die strengen Tannine durch feine Vanille- bzw. Röstnoten abgerundet und die vordergründigen, stark adstringierenden Gerbstoffe im Laufe der Reifezeit samtiger werden.
Alternativ zu der sehr späten Lese testen einige Winzer das Appassimento-Verfahren, bei dem die frisch gelesenen Beeren zur Trocknung ausgebreitet werden. Dabei verdunstet ein Teil des Wassers im Beerensaft, es bildet sich mehr Zucker aus und der Geschmack des Weines erscheint süßlicher und konzentrierter. Die Aromen des charakterstarken Weines, der einige Jahre Lagerung für seine volle Geschmacksentfaltung benötigt, erinnern an wilde Brombeeren, Blaubeeren, Aronia-Beeren, Schwarzkirsche, Veilchen, Kräuter, Weihrauch, Leder, Teer, Holzrauch und Zedernholz. Besonders gut passt er zu kräftigen Schmorgerichten von Rind- und Wildfleisch, Lamm, würzigen Kohlgerichten oder strengen Käsesorten.
Synonyme sind u. a. Cruaja, Fogarina, Friularo, Nostrato Nero, Raboso, Raboso Dal Pecolo Rosso, Raboso de Conegliano, Raboso del Piave, Raboso di Conegliano, Raboso Friularo, Raboso Nera, Raboso Nostrale und Raboso Veronese.